Von Auckland zum Hot Water Beach

Nach ein paar Tagen in Auckland war es dann an der Zeit, etwas mehr von Neuseelands Nordinsel zu sehen. Und eigentlich macht es keinen Unterschied in welche Himmelsrichtung man fährt, denn überall gibt es was zu sehen. Im Norden warten Wälder mit riesigen Kauri-Bäumen und Cape Reinga. Im Westen liegen die Strände Muriwai und Piha. In südlicher Richtung gibt es unter anderem Taranaki, Rotorua oder den Tongariro Nationalpark zu entdecken. Diesmal ging es jedoch in die Bay of Plenty, genauer gesagt nach Tauranga und Mount Maunganui. Zunächst jedoch ein kurzer Abstecher auf die Coromandel Halbinsel und zum Hot Water Beach.

Hot Water Beach
Hot Water Beach – © DOC

Für Neuseeland muss man sich Zeit nehmen

Die Autofahrt von Auckland bis zum Hot Water Beach dauert gut 2,5 Stunden. Das liegt vor allem daran, dass man in Neuseeland maximal 100 km/h „schnell“ fahren darf. Und ja: Manchmal wirkt es langsam und langatmig. Bei den teilweise recht engen und kurvigen Streckenabschnitten, vor allem in den Bergen, kann es trotzdem abenteuerlich werden. Nach einer Weile verspürt man aber auch gar nicht mehr das Verlangen, sich schnell fortzubewegen. Zu schnell würde man sonst die abwechslungsreiche Landschaft hinter sich lassen.

Route von Auckland zum Hot Water Beach
Route von Auckland zum Hot Water Beach

Auf dem Weg nach Coromandel

Sobald man den Großraum Auckland hinter sich gelassen hat, ändert sich die Landschaft deutlich. Man ist umgeben von grünen Wiesen, die Menschen und Häuser werden weniger, Schaf- und Kuhherden werden dafür umso mehr. Auch der Verkehr reduziert sich auf ein Minimum. Was bisher eine herkömmliche Autobahn war, nennt sich zwar immer noch so, lässt sich aber bestenfalls mit einer groben Landstraße vergleichen, die von Kleinstadt zu Kleinstadt führt. Orte mit Namen wie Mangatawhiri (die Buchstabenkombination „wh“ wird wie ein „f“ ausgesprochen), Maramarua und Waitakaruru lassen unzweifelhaft den Maori-Einfluss erkennen.

Nach einigen gefahrenen Kilometern durch sattes Grün, vorbei an kleinen Farmen und abgeschiedenen Häusern, fragt man sich die unterschiedlichsten Dinge. Wie lässt es sich in aller Abgeschiedenheit leben? Wo ist der nächste Supermarkt? Gibt es hier Handyempfang? Und ist das überhaupt wichtig? Wenn man so naturverbunden ist wie die Neuseeländer, dann wahrscheinlich nicht. Vielleicht ist auch nur eine vom Stadtleben geprägte Denkweise nicht in der Lage, die vermeintliche Einfachheit eines solchen Lebens zu begreifen und zu akzeptieren.

Hot Water Beach

Kurz vor der Coromandel Halbinsel fährt man eine Weile in Küstennähe, kommt dabei an kleinen Buchten und Städten vorbei, bevor sich die Straße die grünen Berge hochschlängelt. Die meiste Zeit ist man umgeben vom Meer, dem Grün der Pflanzenwelt und mit der Zeit stellt sich ein Gefühl von Ruhe und Entspannung ein.

Entspannt geht es auch am Hot Water Beach zu. Hier wird gesurft oder in der Sonne gebadet, aber meistens sieht man irgendjemanden eine Grube im Sand ausheben. Bei Ebbe kann man sich am Strand nämlich seinen eigenen kleinen Pool buddeln, um an das Wasser der darunterliegenden Thermalquellen zu gelangen. Hat man das geschafft, steht einem erholsamen, heißen Bad nichts mehr im Weg.

Hot Water Beach - © Justine Kibler
Hot Water Beach – © Justine Kibler

Hat man keine Schaufel zur Hand, hilft das nahgelegene Café Hotties gerne mit Leihschaufeln aus. Ansonsten einfach freundlich den Nachbarn am Strand fragen oder mit den Händen graben. Sollte der eigene Hot Pool zu heiß werden, reicht ein kurzer Gang ins Meer für die nötige Abkühlung. Dort lassen sich übrigens auch mitgebrachte Getränke mit wenig Aufwand kaltstellen. Aber bitte: Neuseeland ist eins der schönsten und saubersten Länder weltweit. Damit das so bleibt und andere Besucher auch in diesen Genuss kommen, ist es umso wichtiger, seinen Teil dazu beizutragen und etwaige Abfälle etc. zu beseitigen. Frei nach dem Motto: Keep New Zealand Beutiful.

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